Der zukünftig neue Web-Standard für HTML5-Videos heißt wohl WebM, damit können Web-Browser multimediale Inhalte ohne Plugins bzw. Player abspielen !
Das Installieren von beispielsweise einem Browser-flash-plugin, ist daher zukünftig nicht mehr notwendig, da es durch den neuen Standard ersetzt wird, Steve Jobs von Apple hatte flash ja schon vor Jahren von seinen mobilen Geräten verbannt.
Google hat mit dem Kauf des Codec-Spezialisten On2 Technologies den Videocodec VP8 unter lizenzkostenfreier unwiderruflicher Open-Source-Lizenz übernommen und gründete zusammen mit Mozilla, Opera, Adobe und 40 weiteren Firmen das “Open Web Media Project” WebM, um einen lizenzkosten- und patentkostenfreien Webvideostandard zu schaffen.
Microsoft und Apple setzen mit ihren Browsern z.Z noch auf das Format H.264, da sie nicht überzeugt sind,dass WebM patentfrei bleiben wird
Microsoft liefert den neuen Internet Explorer 9 erstmal ohne dem Videocodec aus – das neue Plug-in steht aber für Windows 7 und somit auch für IE9 zum kostenlosen Download bereit.
Die MPEG Licensing Administration (MPEG LA) verwaltet die Lizenzierung von Patenten für das kommerzielle Videoformat H.264, es stehen daher auch wirtschaftliche Interessen hinter den Entscheidungen. Die MPEG LA sucht jetzt sehr dringend und ziemlich nervös nach der einen noch so kleinen Patentverletzung, die ihnen das Einfordern von Lizenzgebühren für die Nutzung von WebM gegen Google ermöglichen.
Bei YouTube kann man die WebM Unterstützung schon mal ausprobieren, zukünftig wird YouTube alle Videos nach und nach auf das neue Format umstellen.
Google Chrome, Firefox und Opera verwenden, neben dem älteren Ogg Theora, künftig den neuen VP8/WebM Standard.
H.264 kommt aber weiterhin zum Einsatz – etwa bei HDTV und der Blu-ray Disc aber auch in Smartphones- wegen des hochoptimierten qualitativen Kodierverfahrens.
“…Googles Ziel ist es in erster Linie, aus HTML5-Video eine erstklassige Videoplattform für das Web zu machen. Es sei abzusehen, dass sich H.264 aufgrund seiner kommerziellen Lizenzbestimmungen nicht durchsetzen könne. Da Google – wie das W3C – die Meinung vertrete, die Kerntechniken des Web müssten auf offenen Formaten aufsetzen, habe man entschlossen, sich für die offene Alternative WebM einzusetzen. H.264-Inhalte lassen sich in Chrome weiterhin mittels Flash und Silverlight abspielen...” (Chrome-Produktmanager Mike Jazayeri)